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Резолюція

Die Beschlüsse der internationalen wissenschaftlich-praktischen Konferenz "LAUDATO SI: BEITRAG ZU NACHHALTIGER ENTWICKLUNG"

Vom 10. bis 11. Dezember 2019 fand in Kiew (Ukraine) die erste internationale wissenschaftlich-praktische Konferenz "Laudato Si: Ökologischer Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft" statt, die vom Umweltbüro der Patriarchalischen Kurie der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche (UGKK) organisiert wurde.

Mitorganisatoren der Konferenz waren: die international tätige kirchliche Organisation "ARGE Schöpfungsverantwortung", das Nationale Umweltzentrum der studentischen Jugend des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der Ukraine, die Nationale Universität "Kyiv-Mohyla Academy", die NGO "Ökologie-Recht-Mensch" und die NGO „Grüne Arche“.

Die Konferenz wurde in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Ökologischen Akademie für Weiterbildung und Management des Ministeriums für Energie und Umweltschutz wie auch dem Informations- und Bildungszentrum „Orhus“ des Ministeriums für Energie und Umweltschutz durchgeführt.

An der Konferenz nahmen mehr als einhundert Teilnehmer aus sieben Ländern teil, darunter Vertreter von mehr als zehn Hochschulen, Vertreter von Kirchen und religiösen Organisationen, Bildungs- und Umweltinstitutionen, des Interdiözesanen Umweltnetzes UGKK, der Kommission für Bildung und Erziehung der UGKK, NGOs und die Medien.

Die Konferenz vereinigte die Anwesenden bei der Suche nach Antworten auf die heutigen Umweltherausforderungen und zwar vor dem Hintergrund der Lehre der ersten Umweltenzyklika in der Geschichte, die des Papstes Franziskus „Laudato Si: über die Sorge für das gemeinsame Haus“.

Dem Programm entsprechend wurden über 40 Berichte zur Analyse der aktuellen ökologischen Herausforderungen vorgetragen und besprochen, darunter Umweltverschmutzung, mangelnder Zugang zu sauberem Trinkwasser, Klimawandel, Umweltauswirkungen des Krieges in der Ostukraine sowie Umweltbildung und rechtliche Fragen der Schöpfungsbewahrung und praktische Initiativen zum Schutz der Umwelt und zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft.

Im Rahmen der Konferenz fanden fünf thematische Plenarsitzungen, zwei thematische Ausstellungen mit Zeichnungen und Postern sowie eine festliche Akademie der Preisträger des gesamtukrainischen Umweltwettbewerbs "Schöpfungsverantwortung" statt.

Besondere Aufmerksamkeit wurde den Fragen der Umweltbildung und -erziehung in der Schul- und Hochschulbildung wie auch in der pastoralen Tätigkeit der Kirche gewidmet. Es wurden die beispielhaften Aktivitäten im Bereich der Umweltbildung und der Arbeit des Umweltbüros und des Interdiözesanen Ökologischen Netzwerks der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche für Bewahrung der Schöpfung und nachhaltige Entwicklung vorgestellt.

 Nach den Ergebnissen der Konferenz wurden folgende Entscheidungen getroffen:

Um die gegenwärtigen ökologischen Herausforderungen zu bewältigen, sollen die Anstrengungen aller Beteiligten ihren Kompetenzen entsprechend vereinigt werden. Dabei spielt die Kirche Christi eine wichtige Rolle für die Förderung des Glaubens, der Spiritualität und der Moralität – alles Komponenten der menschlichen Ökologie, die für die Ökologie der Umwelt, die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft und die Schöpfungsbewahrung von entscheidender Bedeutung sind.

Ganz entscheidend für eine nachhaltige Entwicklung und Bewahrung der Schöpfung ist die ganzheitliche Ökologie, deren Bestandteil eine auf christlichen Werten und moralischen Tugenden basierende ökologische Kultur ist.  Wir müssen die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt wahrnehmen und versuchen, die Umweltfragen ganzheitlich anzugehen, die Ökologie von Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Alltag zu gestalten sowie die rechtlichen  Voraussetzungen für die Erhaltung und Wiederherstellung unseres gemeinsamen natürlichen Zuhauses zu schaffen.

Die positive Praxis des Weltgebetstages für die Bewahrung der Schöpfung, der in der Ukraine jährlich am 14. September 2009 als Tag Gottes des Schöpfers gefeiert wird, ist zu verbreiten so wie auch die Schöpfungszeit (14. September bis 17. Oktober) und die Praxis des täglichen Gebets für jedes lebendige Geschöpf, insbesondere in dem Land, in dem jeder lebt.

Die christlichen Kirchen sind zu ermutigen, sich für die Umweltbildung und -erziehung einzusetzen, insbesondere bei der Katechese und Seelsorge, und die theologische Umweltethik und die Grundlagen der Schöpfungsbewahrung in die Lehrpläne der geistlichen Seminare und Ausbildungsstätten der Orden einzubeziehen.

In den Prozess der Katechese, der christlichen Ausbildung und Erziehung sind die sakralen und volkstümlichen Künste einzubeziehen, die eng mit der Schöpfungsspiritualität und der Schöpfungsbewahrung verbunden sind.

Die Zusammenarbeit zwischen kirchlichen Umweltinstitutionen und Hochschulen sowie schulischen und außerschulischen Bildungseinrichtungen auf dem Gebiet der Umweltbildung, insbesondere im Rahmen der beruflichen Ausbildung von Lehrern der naturwissenschaftlichen Fächer, sind zu stärken. Sie alle sollen gemeinsam an der Vorbereitung der Arbeitsmaterialien im Bereich Umweltbildung wie auch bei der Organisierung thematischer Seminare und Schulungen mitarbeiten.

Die Vorträge der Konferenz sind in Form von wissenschaftlichen Artikeln in einer Sammlung von Konferenzmaterialien herauszugeben.

Die Beschlusse der Konferenz sind den Führern von Kirchen und religiösen Organisationen, dem Sekretariat des Präsidenten, dem Ministerkabinett, dem Ausschuss für Umweltpolitik und Umweltmanagement des Parlaments der Ukraine, dem Ministerium für Energie und Umwelt, dem Ministerium für Bildung und Wissenschaft und dem Ausschuss für Kirchen und Religionen zur Kenntnis zu bringen.

Vorsitzender des Organisationskomitees der Konferenz,
Prof. Dr. Volodymyr Sheremeta,
Leiter des Umweltbüros der UGKK

Kiew, 11. 12. 2019